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  A  
a.m. (lat.: ante = vor, meridiem = Mittag) Häufig auf Digitaluhren zu findende Anzeige. Es bezeichnet den Zeitraum von Mitternacht bis zwölf Uhr mittags. Im Gegensatz dazu steht p.m. (post = nach) für die Zeit von Mittag bis Mitternacht.
Abgleichschrauben Außen am Unruhreif angebrachte Schrauben.
Durch Hinein- bzw. Herausdrehen der Schrauben wird der Außendurchmesser des Unruhreifs minimal verändert und somit der Gang der Uhr beinflußt. Da dieses Verfahren heute kaum noch verwendet wird, gelten Uhren mit Schraubenunruh heute als Rarität
Achttageuhr Durch ein größeres Federhaus und meist ein zusätzliches Zahnrad im Räderwerk müssen diese Uhren nur alle acht Tage aufgezogen werden.
Acrylglas Werkstoff für Uhrengläser, besser bekannt unter der Bezeichnung Plexiglas. Uhren aus den fünfziger und sechziger Jahren wurden fast ausschließlich mit Plexigläsern hergestellt.
Amant-Hemmung -> Scherenhemmung
-> Hemmung
Anker Der Anker stellt die Verbindung zwischen Räderwerk und Unruh her. Durch wahlweises Eingreifen der Ein- oder Ausgangsseite in das Gang- oder Hemmungsrad führt der Anker einen gleichmäßigen Ablauf des Uhrwerks herbei. Der Anker zählt zu den am meisten strapazierten Teilen im mechanischen Uhrwerk.
-> Ankerhemmung
-> Hemmung
Ankerhemmung, rückführende Im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts in England erfundene Hemmungsvariante. Sie brachte beträchtliche Genauigkeitsverbesserungen gegenüber der Spindelhemmung. Aber auch die Anfertigung wurde einfacher, da die Achsen des Hemmungsrads und der Ankerwelle parallel sind.
Ankerrad Das letzte Rad im Räderwerk, das zusammen mit dem Anker die Hemmung bildet.
Äquation Durch die elliptische Erdumlaufbahn verursachte Differenz zwischen der wahren Ortszeit (WOZ) und der mittleren Ortszeit (MOZ). Die wahre Ortszeit wird mittels Sonnenuhr angezeigt, während die mittlere Ortszeit von der Räderuhr gemessen wird.
Äquatoriale oder Äquinoktiale Sonnenuhr Eine speziell ausgerichtete Sonnenuhr.
Das Zifferblatt oder der Ziffernring muss mittels einer geeigneten Einrichtung (Quadrant) parallel zum Äquator auf die korrekte Polhöhe eingestellt werden, der Polstab steht senkrecht zum Zifferblatt, d.h. parallel zur Erdachse. Die notwendige Südausrichtung erfolgt mit einem Kompass.
Äquinoktialstunden Weil der Tag in 24 gleichlange Stunden eingeteilt wird, deren Länge nicht von der jahreszeitlich bedingten Tageslänge beeinflusst ist, spricht man auch von der 'Großen Uhr'. (im Gegensatz zu den Temporalstunden)
-> Temporalstunden
Äquinoktien Tag- und Nachtgleichen im Frühling (21. März) und Herbst (23. September).
Wegen des Schaltjahres kann sich das jeweilige Datum um einen Tag verschieben.
Astronomische Stunden 24-Stunden-Teilung des Tages wie Äquinoktialstunden
Aufziehen der Zugfeder Dadurch wird die Zugfeder, die die Bewegungsenergie für das Uhrwerk liefert gespannt. Bei Groß- und Taschenuhren erfolgt das Aufziehen mit einem Schlüssel, der auf den Vierkant des Federkerns gesteckt wird. Bei Taschenuhren wird um 1850 der Kronenaufzug gebräuchlich.
-> Kronenaufzug
-> Schlüsselaufzug
Aufzugswelle Eine Stahlwelle mit einem Vierkant, auf welchem die Krone zum Aufziehen und zur Einstellung der Zeiger befestigt ist. Die Welle ist mittels eines Ansatzes und eines Zapfens in den Platinen gelagert.
Automatikuhr Als automatische Uhren bezeichnet man jene Armbanduhren, deren Zugfeder durch die Armbewegungen des Trägers aufgezogen wird. Dies erfolgt mit einem Rotor, der sich bei Armbewegungen - in Folge der Schwerkraft - dreht.
Autoquarz-Antrieb Von der japanischen Firma Seiko entwickelte Kombination von automatischem Antrieb und Quarzregelung des Gangs. Dadurch benötigt die Uhr keine Batterie und läuft quarzgenau. Um die Quarzgenauigkeit und die Vorteile einer mechanischen Uhr zu vereinen wurde bereits ein Handaufzugs-Modell mit Quarzregelung entwickelt.
Ein weiterer interessanter Vorteil besteht darin, daß sich diese Uhr auch dann die Zeit merkt, wenn sie mangels Antriebsenergie stehen bleibt (bis zu vier Jahren). Wenn sie wieder bewegt wird, stellt sie sich automatisch auf die aktuelle Zeit ein. (Auto relay)

 

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B
 
Baby-Wecker (Amerikaner-Wecker) Relativ unveränderte Ursprungsform des heutigen mechanischen Haushaltsweckers. Sein Name rührt daher, daß er im Unterschied zu den anderen Weckerformen, wie dem Pariser Reisewecker, schnell und unkompliziert auf kurze Weckzeiten zur Babypflege eingestellt werden konnte.
Baguettewerk Ein für sehr kleine Damenuhren verwendetes besonders schmales Uhrwerk.
Beobachtungsuhren
(B-Uhr; Deckuhr)
Tragbare Uhr in Taschenuhrform, hauptsächlich zur Navigation bestimmt. Diese Uhren müssen einen amtlichen Gangschein, das Chronometerzertifikat besitzen. Dafür werden sie einer 60 tägigen 'Großen Prüfung' (Gang- und Temperatur- sowie Lageverhalten), sowie einer 'Kleinen Prüfung' von 12 Tagen unterzogen.
-> Chronometer
Bergkristall -> Uhrgläser
Bläuen Eine mindestens seit dem 16. Jahrhundert gebräuchliche Methode der künstlichen Oxidation von Stahlteilen, etwa von Zeigern. Dazu werden die polierten Teile so lange vorsichtig erhitzt, bis der gewünschte - blau-violette - Farbton erreicht wird.
Blechankergang Ankerhemmung, bei der ein aus Blech gebogener Anker auf die Ankerwelle aufgenietet ist. Blechanker befinden sich hauptsächlich in billigen Weckern und Schwarzwälder Uhren.
-> Hemmung
Blinden-Taschenuhr Damit Blinde die Zeit abtasten können werden bei diesen Taschenuhren, meist Savonetten, die Ziffern in Braille-Symbolik durch erhabene Punkte angezeigt.
-> Tastknöpfe
-> Savonette
Bogenzifferblatt Rechteckiges Zifferblatt mit oben eingezogenem Bogenfeld.
Böhmische Stunden (oder 'italienische Stunden') Der Tag wird in 24 gleichlange Stunden eingeteilt, Beginn der Stundenzählung mit 0 Uhr bei Sonnenuntergang. Die Nachtstunden von 0 bis etwa 7 Uhr bleiben auf den Zifferblättern frei.
Bracelet (franz. Armband) Allgemeine Bezeichnung für die Armbanduhr um 1900 bis 1925.
Breguet-Spirale 1788 von Abraham Louis Breguet (1747 - 1823) entwickelte Unruhspirale.
Durch ihre spezielle Form verlagert diese Unruhspirale beim Schwingen ihren Schwerpunkt nicht.

-> Unruh
Breguet-Zeiger Von Abraham Louis Breguet (1747 - 1823) benutzte gerade, schlanke, meist stählerne Zeiger mit einer gebohrten kreisförmigen Erweiterung im Bereich der Spitze.
-> Zeiger
Brocot-Hemmung 1826 erstmals von Louis Gabriel Brocot vorgeführte und 1847 patentierte ruhende Ankerhemmung. Die Brocothemmung hat zwei senkrecht zur Fläche des Ankers stehende halbrunde Stifte aus Stahl oder häufiger aus Stein (Rubin), die als Paletten dienen.
-> Hemmung
-> Paletten
Bronze Seit dem 16. Jahrhundert für Uhrengehäuse und Dekor/Appliken benutzte Kupfer-Zinn-Legierung
Je nach Herstellungsverfahren gibt es große Qualitätsunterschiede. Gute französische Bronzen des 18. Jahrhunderts tragen das Gütezeichen "C-couronne".
Brücke 1.   Brückenförmige Lagerplatte in Taschenwerken für das hintere Spindel- oder Unruhwellenlager mit einer oder zwei Befestigungen.
2.   Brückenförmige Lagerplatte für das hintere Lager der Laufräder eines Taschenuhrwerkes, gelegentlich auch bei Großuhren. Sie wird anstelle voller Platinen benutzt und ermöglicht eine bessere Kontrolle und Korrektur der Eingriffe sowie einen Einblick in das Werk. Die Lagerplatte wird seit etwa 1835 von der Firma Vacheron & Constantin bei Taschenuhren angewandt. In Frankreich war sie vereinzelt bereits im späten 18. Jahrhundert im Gebrauch.
-> Platine
Brünieren Vorgang bei dem Metall durch den Einsatz von speziellen Chemikalien gefärbt wird.
Sehr gebräuchlich bei Bronzen.
Bügel Beweglicher Ring an der (Taschenuhr-) Pendant, in den die Uhrkette eingehängt wird. Der Bügel kann zugleich auch als Schutz für die Aufzugskrone dienen.
-> Pendant
Bürgerliche Stunden (= kleine Uhr) Einteilung des Tages in 2 x 12 Stunden, daher auch 'Kleine Uhr' genannt. (im Gegensatz zu den -> Äquinoktialstunden)

 

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C
 
Caliber (oder Kaliber) In der Uhrmacherei gebräuchlicher Begriff für ein bestimmtes Uhrwerk.
Capucine In Frankreich von der Mitte des 18. bis in die Hälfte des 19. Jahrhunderts hergestellte kleinere Pendulen, die auch als Reiseuhren dienten. Sie waren immer mit Messinggehäuse, Glocke und Traggriff ausgerüstet, meist auch mit Schlag- und Weckwerk.
-> Reiseuhr
-> Pendule
Carillon (Glockenspielwerk) Im späten 17. und 18. Jahrhundert gelegentlich in Taschenuhren, aber in zahlreichen Großuhren eingebautes Glockenspiel. Oft spielten diese Carillons mehreren Melodien.
Cerle Tournant-Uhr Durch sich horizontal drehende Ziffernscheiben wird eine "digitale" Anzeige der Uhrzeit erzielt.
-> Digitalanzeige
Champlevé-Technik Technik zur Anfertigung von Uhrenzifferblättern (vorwiegend im 17. und 18. Jahrhundert). Aus einer polierten Gold- oder Silberplatte werden mit einem feinen Stichel Felder ausgeschabt, bis sie matt wirken. Die für die Indikationen benötigten Flächen bleiben stehen.
Châtelaine (die ...) Im späten Mittelalter eine kürzere Kette, an der Schmuck und Gebrauchsgegenstände, wie Schlüssel oder kleine Messer, befestigt wurden. Die Châtelaine wurde damals am Gürtel getragen. Im 18. Jahrhundert fand die Châtelaine als Uhrkette mit verschiedenen, oft kostbaren Anhängern allgemein Verbreitung.
Châtons Metallring, der als Fassung des Lagersteines dient.
Es werden verschraubte und gepreßte Châtons unterschieden. Wobei gepreßte Châtons einen besseren Sitz der Lagersteine gewährleisten.
Chronograph (griechisch: chronos = Zeit und rapho = ich schreibe) Aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für eine, mit einer normalen Uhr kombinierte, Stoppuhr. Meist mechanische Stoppvorrichtung für die Messung kleinerer Zeitabschnitte. Chronographenzähler messen die Kurzzeit meist über 30 Minuten, 12 oder 24 Stunden mit 1/1 oder 1/100 Sekunde.
-> Stoppuhr
Chronometer (griechisch: chronos = Zeit) Chronometer dürfen sich nur jene Uhren nennen, die aufgrund ihrer Präzision und hervorragender Zeitmeßergebnisse amtlichen Prüfungen standgehalten haben. Diese Prüfungen dauern 15 bis 22 Tage, die Uhren werden dabei in verschiedenen Temperaturen und Lagen getestet. Wenn bei diesem Test bestimmte Gangabweichungen nicht überschritten werden, stellt das prüfende Institut einen sogenannten Gangschein aus. So muß z.B. der mittlere tägliche Gang eines Chronometers in fünf Lagen im Bereich von -4 Sekunden/Tag bis +6 Sekunden/Tag liegen.
-> Beobachtungsuhren
-> Chronometer-Hemmung
Chronometer-Hemmung 1748 von Pierre Le Roy (1717 - 1785) entwickelte freie Hemmung, die häufig in Schiffschronometern verwendet wurde. Auch heute noch wird sie in verbesserter Konstruktion gebraucht.
Man unterscheidet die Chronometerhemmung mit Feder (meist in Schiffs- und Großuhren) und die Chronometerhemmung mit Wippe (meist in Taschenuhren). Bei der Chronometerhemmung mit Feder hält der an der Feder befestigte Ruhestein das Hemmungsrad an, bis der an einem Teller an der Unruhwelle befindliche Auslösestein die Feder anhebt und damit den Ruhestein aus dem Hemmungsrad herauszieht, das sich dann weiter dreht und mit einem Zahn auf den an dem Teller befestigten zweiten Stein, den Antriebsstein, fällt und die Unruh antreibt. Diese erhält beim Zurückschwingen jedoch keinen Antrieb. Er erfolgt nur bei jeder zweiten Schwingung (freie Hemmung).

-> Hemmung
Chronometrie Kunde der wissenschaftlichen Zeitmessung. Dieses Wissensgebiet umfaßt alle, die Zeitmessung betreffenden Gebiete, wie die astronomische und physikalische Zeitbestimmung, die Zeitberechnung, die Zeitübertragung sowie die Uhrentechnik.
Cuvette Ein Innen- oder Zwischendeckel im Gehäuse der tragbaren Kleinuhren, der das empfindliche Uhrwerk zusätzlich gegen Verschmutzung schützt.
-> Staubdeckel

 

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D
 
Datumsanzeige Angabe des Tages, der Woche, oder des Jahres.
Zunehmend werden die wechselnde Länge des Februars und die Schaltjahre berücksichtigt (sog. Ewiger Kalender). Seit dem 16. Jahrhundert befinden sich Datumsanzeigen auch auf Taschenuhren.

-> Indikationen
-> Kalenderuhr
Datumsuhr -> Datumsanzeige
Deckstein Meist ein Edelstein (z.B. Rubin oder Diamant), der zur Begrenzung des Seitenspieles (die seitliche Beweglichkeit) eines Rades oder der Unruhwelle vor das jeweilige Lager gesetzt ist.
-> Unruh
Dezimalzeit Entsprechend dem immer wieder auftauchenden Bestreben, alle Maße und Bereiche in dezimalen Zahlen auszudrücken, wird auch die Uhrzeit nach dem Dezimalsystem gegliedert. In Frankreich war die Dezimalzeit von 1793 bis 1806 gesetzlich vorgeschrieben.
-> Revolutionsuhr
Digitalanzeige Bei der Digitalanzeige erfolgt die Zeitanzeige nicht durch einen "kontinuierlich" vorrückenden Zeiger, sondern die sich auf einer drehenden Scheibe angebrachten Ziffern erscheinen in einem Ausschnitt des Zifferblattes.
-> Cerle Tournant-Uhr
Digitaluhr Bereits im 19. Jahrhundert wurden Uhren hergestellt, die anstelle der klassischen Zeiger fallende Zahlenplättchen als Zeitanzeige benützten. Bei modernen Digitaluhren wird die Zeit durch Leuchtdioden oder Flüssigkristall angezeigt.
Dosenuhren Tragbare Uhren in Dosen- oder Trommelform, die seit etwa 1500 angefertigt wurden. Das fast immer aus Messing gearbeitete Gehäuse trägt auf der Oberseite das Zifferblatt mit nur einem Zeiger. Wahrscheinlich wurden auch von Peter Henlein in Nürnberg kleinere Dosenuhren hergestellt.
Doublé Ein Schmuckmetall, bei dem ein unedles Metall mit einer Gold-Legierung, mit einem Feingehalt von 333/1000, 585/1000, oder 780/1000, niemals jedoch Feingold, beschichtet wird.
Drücker Kleine Druckschalter, die seitlich aus dem Uhrgehäuse ragen, um Uhren mit Zusatzfunktionen bedienen zu können. Die Krone alleine reicht meist nicht mehr aus.
Druckuhr (auch Pumpuhr genannt) In der Mitte des 19. Jahrhunderts erzeugte Taschenuhr, bei der, durch Auf- und Abbewegen einer am Bügelknopf befindlichen Zahnstange oder einer Kette mit Knauf, die Zugfeder gespannt wurde.
Duplexhemmung Im Jahre 1724 von Jean-Baptiste Dutertre (1684 - 1734) erfundene ruhende Hemmung. Das Hemmungsrad besitzt zwei Reihen (duplex) von Zähnen, die senkrecht zueinander am Radreifen angebracht sind. Vorwiegend in Taschenuhren gebraucht.
-> Hemmung

 

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E
 
Ebauche (franz. Rohwerk) In der Schweizer Uhrenindustrie des 19. Jahrhunderts, in Massenfertigung hergestellte, einbaufertige Teile eines kompletten Taschenuhrwerkes, das von Monteuren und dem Finisseur (Endfertiger) zusammengesetzt wurde. Die fertige Uhr wurde dann von einem Uhrmacher sorgfältig nachgearbeitet. (repassiert, 'abgezogen')
-> Rohwerk
-> Etablisseur
Echappement (franz. èchapper = entwischen) Der französische Ausdruck für eine Hemmung.
Früher häufige Bezeichnung für ein komplettes Unruh/Hemmungssystem, bestehend aus: Gangrad, Anker und Balance. Ein Echappement kann für verschiedene Uhren mit passendem Räderwerk verwendet werden.
Edelstahl Eine, heute aus der Uhrenindustrie nicht mehr wegzudenkende, nichtrostende Stahllegierung. Edelstahl kann eine Legierung von Nickel und Chrom oder auch Molybdän und Wolfram mit Stahl sein. Er wird etwa seit Beginn der dreißiger Jahre in der Uhrmacherei verwendet.
Eingriff Darunter versteht der Uhrmacher das Eingreifen eines Zahnrades oder eines sonstigen Getriebeelementes in ein anderes.
Einstellring Ein am Außenrand eines Uhrgehäuses angebrachter drehbarer Ring. Mit seiner Hilfe können zusätzliche Meßwerte ermittelt werden. Wie zum Beispiel die Ermittlung der Weltzeit oder auch die Messung von Tauchzeiten.
Eisen Bei Uhren die Bezeichnung für Stahl, der vom 13. bis über die Mitte des 16. Jahrhunderts bei den Räderuhren das einzige Material für Werk und Gehäuse war.
Eisen war damals ein wertvolles Metall. Heute gelten Eisenuhren als beliebte Sammlerstücke.
Eisenbahneruhr (Kursuhr) Die früher dem Zugführer zur präzisen Einhaltung des Fahrplans dienende (übergroße) Dienst-Taschenuhr.
Wegen der Beanspruchung wurde sie mit einem robusten Metallgehäuse und einem hochwertigen Ankerwerk ausgestattet. In der Konstruktion einfache, aber zuverlässige Taschenuhren, die bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts gebaut wurden. Wegen dem vermehrten Einsatz durch Eisenbahner trugen sie auf dem hinteren Deckel eine eingravierte Eisenbahn.
Endkurve Eine besondere Form der Unruhfeder (Breguet-Spirale), um den Schwerpunkt der Feder zentrisch zu halten und damit ein besseres Gangergebnis zu erreichen.
In der modernen Uhrenindustrie findet die Breguet-Spirale nur noch aus ästhetischen Gründen Verwendung.

-> Breguet-Spirale
Etablisseur Unternehmen, das sich ausschließlich mit dem Zusammenbau (Remontage) von Uhren befaßt. Die Rohwerke werden bei speziellen Ebauche-Lieferanten eingekauft.
-> Ebauche

 

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F
 
Feder(antrieb) Die Feder ist ein Stahlband, das die Gehäuseachse (Federkern) spiralförmig umgibt. Zum Schutz befindet sie sich in einem zylindrischen Gehäuse (Federhaus). Die Feder erzeugt ein (von ihrer Spannung abhängiges) Drehmoment auf das Räderwerk. Diese Antriebsart findet schon seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts bei Räderuhren Verwendung.
-> Federhaus
-> Schnecke
-> Stellung
Federhaus Trommelförmiges (zylindrisches) Gehäuse zur Aufnahme der Triebfeder. (meist mit Deckel verschlossen) Bei Uhren mit Schnecke ist das Federhaus nicht gezahnt, bei Uhren ohne Schnecke jedoch fast immer gezahnt und gilt somit als das erste Rad dieser Uhr. (Ausnahmen sind feststehende Federhäuser.)
-> Feder(antrieb)
-> Feststehendes Federhaus
-> Schnecke
Feinregulierung Möglichkeit die Ganggeschwindigkeit zu verstellen, während die Uhr läuft.
Kleinuhren: Während die Unruh schwingt, verändert man die wirksame Länge der Spirale (+/-). Dies geschieht durch Verstellen eines Hebels (Rücker- oder Stellscheibenzeiger)
Großuhren: Das Pendel hängt an einem Faden oder an einer Blattfeder. Bei der Feinregulierung verändert man die Pendellänge (kürzer/länger) während das Pendel schwingt.

-> Rückerzeiger
Feststehendes Federhaus Das Federhaus ist mit einer Platine verschraubt. Die Zahnung zur Bewegungsübertragung befindet sich auf dem Federkern.
-> Federhaus
Feueruhr Eine eher ungenaue Methode der Zeitbestimmung.
In Europa und Asien aber durchaus bis in das 19. Jahrhundert gebräuchliche Art den ungefähren Ablauf der Zeite anzuzeigen. Dafür wurden bestimmte Materialien (Kerzenwachs, Öl oder Wollfäden) abgebrannt.

-> Öluhr
Fly-Back Von Dubey & Schaldenbrand 1946 patentierte Variante des Mono-Rattrapante mit Doppelzeiger, bei dem Chrono- und Schleppzeiger über eine Spiralfeder miteinander gekoppelt sind.
Französischer Schlag -> Schlagfolgen
-> Schlagwerk
Frequenz -> Schwingungsdauer
Fronton (österreichisch: Zifferblattfront)

 

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G
 
Gang Unter dem Gang versteht man den Unterschied zwischen zwei abgelesenen Uhrenständen bei 1 Tag Differenz.
Gangabweichung Die Gangabweichung drückt den Unterschied zwischen zwei gemessenen Gängen aus. Aufgrund unterschiedlicher Einflüsse wie Temperaturschwankungen kann der Gang unterschiedlich ausfallen.
Gangregler Darunter versteht man eine mechanische Einrichtung, deren gleichmäßige Bewegung als grundlegendes Zeitmaß dient. Gangregler gilt als Oberbegriff für Pendel, Unruh und Radunrast.
-> Löffelunrast
-> Radunrast
-> Unruh
Gangreserve (Gangdauer) Als Gangreserve wird jene Zeit bezeichnet, die von einem Vollaufzug der Zugfeder bis zu ihrer völligen Entspannung.
Gehäuse Schützende und schmückende Verkleidung des Uhrwerks.
Seit dem 16. Jahrhundert sind Gehäuse, auch zum Schutz vor Staub, üblich. Die Gestalt und das Dekor der Gehäuse, die oft von eigenen Gehäusemachern angefertigt wurden, stellten ein Spiegelbild der aktuellen Stilentwicklung im Kunstgewerbe dar.
Gehwerk Aus dem Antrieb (Feder oder Gewicht), dem Räderwerk, der Hemmung, dem Gangregler und dem Zeigerwerk bestehende Mechanik, die nur die Zeitanzeige regelt.
-> Schlagwerk
Genfer Punze (auch: Genfer Siegel, Poinçon de Genève) Aus dem Jahr 1886 stammende Qualitätsauszeichnung der Stadt Genf. 1957 und 1994 wurde die Bestimmung neu geregelt. Nun wird vor allem die exakte Verarbeitung und Einstellung von Werkteilen in 12 Punkten festgelegt. Es dürfen nur Uhren, deren Zusammenbau und Reglage im Kanton Genf erfolgt ist, geprüft werden.
Genfer Streifen Besondere bandförmige Verzierung zum Beispiel auf Platinen und Brücken.
Geozentrisches Zifferblatt Auf dem Ptolemäischen Weltbild beruhende Anzeigen astronomischer Uhren. (Für Ptolemäus war die Erde der Mittelpunkt und Sonne und Mond drehten sich um sie herum)
Im allgemeinen besitzen diese Uhren drei Zeiger: Den Sonnenzeiger, den Mondzeiger und einen kreisförmigen Tierkreiszeiger.
Jeder von Ihnen vollführt täglich eine ganze Umdrehung: der Sonnenzeiger, gleichzeitig Stundenzeiger, an einem Sonnentag (24 Stunden), der Mondzeiger an einem Mondtag (24 Stunden, 50 Minuten und 32 Sekunden), und der Tierkreiszeiger vollendet einen Umlauf an einem Sterntag. Ein Beispiel ist die Rathausuhr in Prag.

-> Heliozentrisches Zifferblatt
-> Zifferblatt
Gesperr Ein System, das notwendig ist, damit nach dem Aufziehen der Zugfeder die (Rotation) Energie nicht zurück an den Aufzug, sondern an das Uhrwerk abgegeben wird. Dieses 'Gesperr' besteht aus einem gezahnten Sperrad und dem eingreifenden Sperrkegel.
Gleitzaum Das Gleitzaum ist im Prinzip eine Rutschkupplung, die verhindert, daß die Zugfeder abreißt sollte sie überspannt werden. Die 'Rutschkupplung' ist so gestaltet, daß das Federende an der inneren Wand der Federhaustrommel entlanggleiten kann.
Glucydur-Unruh Unruhreif aus der sehr harten Legierung Kupfer und 2-3% Beryllium, das in Frankreich Glucinium heißt und zusammen mit dem französischen Wort "dur" für "hart" zu Glucydur zusammengesetzt ist.
Goldemailuhr Im 18. und frühen 19. Jahrhundert sehr beliebte Taschenuhren, mit aus Gold gefertigten Gehäusen, das oft nach Vorlagen bekannter Künstler, mit Emailmalerei verziert waren.
Grahamhemmung Nach dem Engländer Georg Graham benannte, um 1700 erfundene Hemmungsform.
Auch 'freie Ankerhemmung' genannt, da die speziellen Profile der Hemmungszahnräder und des Ankers so aufeinander abgestimmt sind, daß das Pendel nach jedem Anstoß ohne störende Einflüsse vom Räderwerk schwingen kann.

-> Ankerhemmung
-> Hemmung
Griechische Stunden Auch babylonische Stunden genannt.
Aus dem griechischen Weltbild heraus begann der Tag mit dem Aufgang der Sonne. Also begann auch die Stundenzählung mit dem Sonnenaufgang ist gleich 0 Uhr. Der restliche Tag war in 24 Stunden eingeteilt. Die Darstellung der Nachtstunden von 18 bis 0 Uhr entfällt also auf diesen Ziffernblättern.
Große Uhr Der Tag wird in 24 gleichlange Stunden eingeteilt.
Im Gegensatz dazu wird bei der 'Kleinen Uhr' der Tag in 2 mal 12 Stunden eingeteilt.
Guillochieren Mechanisches, maschinelles Gravieren von Metall.
Eine Dekorationstechnik, die seit dem 18. Jahrhundert bekannt ist, aber erst während des 19. und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts allgemeine Verbreitung fand. Mit der Guillochiermaschine werden regelmäßige geometrische Linienmuster in die Metallfläche graviert. Jede einzelne Linie ist dabei die Kopie von kompliziert überlagerten Kreisbewegungen.

 

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H
 
Hakenhemmung Von William Clement 1680 eingeführt, aber möglicherweise schon einige Jahre früher von Robert Hooks (1625 - 1703) erfunden.
Bei dieser rückfallenden Hemmung stehen die Zähne des Hemmungsrades senkrecht zum Trieb. Vom ankerförmigen Teil der Hemmung wird abwechselnd ein Zahn freigegeben und gleichzeitig ein anderer gehemmt.

-> Hemmung
Halbsavonette Savonette mit kreisförmigem Fenster im vorderen Deckel, Um die Zeit auch ohne das Öffnen des Deckels ablesen zu können, wurde aus dem vorderen Deckel der Savonette ein kreisförmiges Fenster ausgenommen.
-> Savonette
Halbschwingung Halbschwingung wird der Winkel genannt, den die schwingende Unruh zwischen ihren beiden Umkehrpunkten beschreibt. Zwei Halbschwingungen werden als Schwingung bezeichnet, Das hörbare 'Tick-Tack'stellet eine Schwingung dar.
Halsuhr Vor 1600 entwickelte sich eine kleine Form der Dosenuhr, die um den Hals getragen wurde.
Handaufzug Methode, bei der die Zugfeder wird durch tägliches manuelles Aufziehen mit der Aufzugskrone gespannt.
Hauptuhr (Mutteruhr) Steueruhr in Uhrenanlagen, die durch ein vom Pendel gesteuertes Kontaktsystem elektrische Impulse auf parallel geschaltete Nebenuhren gibt.
Heliozentrisches Zifferblatt Beim heliozentrischen Zifferblatt, Sonne steht im Mittelpunkt des Weltbildes, z.B. an der Uhr in der Rostocker Marienkirche, zeigen, unabhängig vom Stundenzeiger, der Sonnen- oder der Mondzeiger ihre momentane Stellung im Tierkreis an.
-> Geozentrisches Zifferblatt
Hemmung Die Hemmung ermöglicht den schrittweisen, aber regelmäßigen Ablauf bei mechanischen Uhren.
Dabei überträgt das Hemmungsrad die Energie vom Räderwerk schubweise auf den Gangregler (Pendel oder Unruh). Dazu stößt es den Gangregler bei jeder Schwingung an. Nach dem Anstoß schwingt die Unruh ohne Antrieb und blockiert das Hemmungsrad. (Die Uhr tickt)

-> Ankerhemmung (freie)
-> Brocothemmung
-> Chronometerhemmung
-> Duplexhemmung
-> Grahamhemmung
-> Hakenhemmung
-> Roskopf-Stiftankerhemmung
-> Spindelhemmung
-> Spitzzahnankerhemmung
-> Scherenhemmung
-> Zylinderhemmung
Holländischer Schlag (oder belgischer Schlag)
Die vollen und halben Stunden werden mit voller Schlagzahl ausgeführt. Um die halben Stunden besser zu unterscheiden, werden sie auf eine andere Glocke geschlagen.

-> Schlagfolgen
-> Schlagwerk

 

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I
 
Incabloc Heute am häufigsten eingesetzte Stoßsicherung bei Uhren.
Indikationen Bezeichnungen für alle neben der Zeitangabe vorhandene Anzeigen, wie zum Beispiel des Kalenders, der Mondphasen oder der Zeit anderer Zeitzonen
-> Datumsanzeige
-> Kalenderuhr
-> Revolutionsuhr
Isochronismus Zeitengleiches Schwingen der Gangordner bei gleicher oder ungleicher Auslenkung. Pendelschwingungen teilen, wenn sie klein genug sind, die Zeit in genau gleiche Teile. Größere Unruhschwingungen bewirken dasselbe. Der Isochronismus von Pendel und Unruh stellt eines der besten künstlichen Mittel zur Zeitteilung dar.
-> Unruh
Italienische Stunden (oder 'böhmische Stunden')
Der Tag wird in 24 gleichlange Stunden eingeteilt, Beginn der Stundenzählung mit 0 Uhr bei Sonnenuntergang. Die Nachtstunden von 0 bis etwa 7 Uhr bleiben auf den Zifferblättern frei.

 

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J
 
Jüdische Stunden -> Temporalstunden

 

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K
 
Kalenderuhr Früh schon wird, bei Großuhren der Gotik und Renaissance, und bei zahlreichen Stock- und Bodenstanduhren sowie bei Taschenuhren, die Anzeige der aktuellen Zeit um Kalenderangaben erweitert. Meist wird der Wochentag, der Monat, das Jahr in unterschiedlichen Kombinationen angezeigt.
-> Datumsanzeige
Kaliber Heute häufig allgemein für das Uhrwerk verwendet, war aber ursprünglich die Bezeichnung für die Abmessungen eines Uhrwerkes.
Kanellierung Verzierung am Uhrengehäuse durch vertikal angeordnete Rillen.
Kartuschen (Email- ) Als Kartuschen werden kleine, weiße, wappenförmige Emailschildchen bezeichnet. Auf dem weißen Grund sind römische Zahlen in blauer oder schwarzer Farbe aufgebracht. Sie wurden auf gegossenen oder gravierten Zifferblättern befestigt.
-> Zifferblatt
Karusselluhren -> Tourbillon
Kleine Sekunde Dezentrale, also nicht in der Ziffernblattmitte erfolgende Sekundenanzeige.
Kleine Uhr Einteilung des Tages in 2 x 12 gleichlange Stunden.
Im Gegensatz dazu wird bei der 'Großen Uhr' der Tag in 24 Stunden unterteilt.
Kleinuhr Eine tragbare Uhr mit einer Unruh. Die Dicke des Werks ist bei diesen Uhren kleiner als 12 mm. Kleinuhren, wie Taschenuhren, sind erst seit dem 17. Jahrhundert gebräuchlich. Im 16. Jahrhundert - seit Peter Henlein - waren Halsuhren am gebräuchlichsten. Armbanduhren kamen erst im 18. Jahrhundert auf und fanden zunehmend im 19. Jahrhundert Verwendung. 1903 werden sie in Europa Mode. Mit dem Ersten Weltkrieg wurden sie allgemein verbreitet. Im Zuge der 'Miniaturisierung' wurden schon schon im 16. und 17. Jahrhundert Ringuhren entwickelt. Dabei handelte es sich um Kleinuhren die an einem Fingerring getragen wurden.
-> Halsuhren
-> Sackuhren
Kompensationsunruh Temperaturschwankungen können die Ganggenauigkeit der Unruh erheblich stören. Abhilfe wird durch Unruhen aus Bimetall geschaffen. Dafür werden zwei bestimmte Metalle miteinander flächig verlötet. Die daraus gebogene Unruh wird an den Schenkeln aufgeschnitten. An den losen Enden sind Gewichte angeschraubt. Steigt die Umgebungstemperatur, weitet sich die Spirale und die Uhr würde langsamer gehen. Durch das zweite, aufgelötete, Metall biegen sich aber die Bimetallstreifen nach innen zur Unruhwelle hin und gleichen so den Fehler aus. Die ersten Versuche Temperaturschwankungen auf diese Weise zu kompensieren erfolgten um 1728 durch den Engländer John Harrison.
Komplikation Ein Uhrwerk, das um eine oder mehrere Funktionen (Mechanismen) wie zum Beispiel Schlagwerk, Kalender, Repetition, Chronograph oder Wecker erweitert wurde.
Kristallglas -> Uhrgläser
Krone Bei Handaufzugsuhren zum Spannen der Zugfeder notwendiges, gerändeltes, Rädchen. Im Allgemeinen wird die seitlich am Gehäuse befindliche Krone auch zum Einstellen der Uhrzeit oder des Datums benutzt.
Kronenaufzug Ab 1844, er Erfindung der Remontoire-Uhr (einer Taschenuhr), besitzen Taschenuhren eine Krone um sie aufziehen zu können. Bis dahin erfolgte dies mittels eines lose beigelegten Steckschlüssels.
-> Krone
-> Remontoir
-> Schlüsselaufzug

 

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L
 
Ligne droit (franz. Gerade Linie)
Da es um 1900 üblich war, in Taschenuhren, die Mittelpunkte von Ankerrad, Anker und Unruh in einer geraden Linie anzuordnen erhielten sie diesen französischen Namen.

-> Taschenuhren
Löffelunrast Oft in Hals- oder frühen Taschenuhren verwendeter, dem Balken einer Waage ähnlicher, Gangregler mit zwei kleinen meist abgeplatteten Kugeln an den Enden. Diese 'Kügelchen' dienen zur Erhöhung der Schwungmasse.
-> Gangregler
Lünette Metallener Ring mit einer Nut. In diese wurde das Uhrglas, einer Fassung gleich, eingelegt. Die Lünette gilt als Teil des Uhrgehäuses.

 

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M
 
Malteserkreuzstellung Ein spezieller Typ von Stellung; ihre Bezeichnung rührt von einem dabei verwendeten Zahnrad in Malteserkreuz-Form her.
-> Stellung
Manufaktur Damit bezeichnet man jene Hersteller, die sowohl das Werk als auch die weiteren wesentlichen Teile der Uhr selbst anfertigen. Dieser Begriff ist aber sehr umstritten. Führt er doch zu einer extremen, exklusiven Auslese unter den zahlreichen Anbietern. Streng genommen fallen nur ca. 13 Hersteller in diese Gattung. Darunter: Patek Philippe, Vacheron & Constantin, Audemars Piguet, Rolex, Jaeger-LeCoultre, Piaget, Girard-Perregaux, Zenith, Lange, IWC, Glashütte, Minerva, Universal Genève, Seiko und Chopard)
mechanische Uhr Darunter fallen alle Uhrentypen, deren Uhrwerk alleine aus mechanischen Teilen, also ohne elektronisches Schwingungssystem auskommen.
Messing Seit ungefähr Mitte des 16. Jahrhunderts benutzte Kupfer-Zink-Legierung zur Herstellung von Teilen des Uhrwerkes aber auch von Gehäusen.
Mikrorotor Der kompakte Schwungrotor mit extrem kleinem Durchmesser einer Automatikuhr. Durch seinen kleinen Durchmesser kann er in das Uhrwerk integriert werden, wodurch wiederum die Gehäusehöhe voll ausgenutzt werden kann.
Mineralglas Mineralisches Uhrglas (Härte 5 Mohs), nicht kratzfest.
Minute (lat. minuere = vermindern)
Der 60. Teil einer Stunde und der 1440. Teil eines Tages. Die gleiche Teilungen gelten auch für die Sternzeit. Die Teilung zu 60 Minuten oder 60 Sekunden, wie auch die des Kreises zu 360 Grad sind Relikte des babylonischen Sexagesimalsystems, das auf den Zahlen 1 bis 60 beruhte.
Minutenkranz -> Minuterie
Minutenrohr Auf ihm sitzt der Minutenzeiger.
-> Zeigerwerk
Minuterie Auf dem Zifferblatt umlaufende Einteilung der Minuten, oft zwischen zwei Kreise eingefaßt ('Eisenbahnminuterie' = sieht aus wie Eisenbahnschienen) und teilweise mit '5'-Minutenzahlen versehen.
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) Mittlere Ortszeit (Zonenzeit) des 15. Längengrades. Sie gilt u.a. für Deutschland, Österreich, Schweden und Italien.
Mittlere Zeit -> Wahre Zeit
-> Zonenzeit
Mondalter In den meisten Uhren in Tagen angegebene, seit dem letzten Neumond vergangene Zeit.
-> Mondphase
Mondphase(-Anzeige) Gibt die Phasen des Mondes als Bild und/oder Zahl an. Bei frühen Großuhren, manchmal aber auch Taschenuhren, gelang dies meist mit einer hinter einem Ausschnitt im Zifferblatt bewegten, meist bemalten Scheibe.
Mondphasenuhr Zusätzlich zur Uhrzeit wird auch die Mondphase angezeigt.
Monduhren Auf Sonnenuhren, sehr oft in Form von Umrechnungsscheiben, dienen sie dem Ausgleich der Verzögerung des Mondes gegenüber der Sonne um täglich 48 Minuten.
Mono-Rattrapante Aufgrund des geringeren Bauaufwandes preisgünstigere Variante des Schleppzeiger-Chronographen bzw. Rattrapante mit nur einem Stoppzeiger und zwei Chronographen-Knöpfen. Beim Festhalten des einen Drückers hält der Stoppzeiger an, um die Zwischenzeit abzulesen, und springt beim Loslassen an die Position, die er beim Weiterlaufen ohne Stop eingenommen hätten. Das mögliche Differenzintervall beträgt dadurch maximal 60 Sekunden.
Montre -> Kleinuhr

 

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N
 
Nachtuhr -> Sternuhr
Niellosilber Auch Tula. Abgeleitet von nigellius = schwärzlich, oder der südlich von Moskau gelegenen Stadt Tula. Hier existierte bereits 1705 eine bedeutende Metallwarenfabrik. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. waren die mit Niello dekorierten Silberwaren, Schmuck- und Gebrauchsgegenstände wie Schnupftabakdosen und Uhrgehäuse aus Tula in ganz Europa sehr beliebt.
Niello oder Tula ist eine spezielle Legierung aus Blei, Kupfer, Salmiak, Schwefel und Silber.
Je höher der Bleianteil ist, um so dunkler wird die poröse Legierung. Man kann sie schleifen und polieren wie Edelmetalle.
Als Tulasilber oder Tulawaren werden allgemein alle russischen Arbeiten mit Niello bezeichnet.
Nivarox Für die Herstellung von Unruhspiralen, die sich durch gute antimagnetische und temperaturkompensierte Eigenschaften auszeichnen wird die Legierung Nivarox verwendet. Sie besteht aus Eisen, Nickel, Chrom, Titan und Beryllium.
Nürnberger Eyerleins (Nürnberger Ei) Uhr(form), die Peter Henlein zugeschrieben wird.
-> Uhrenformen
Nürnberger Stunden Kombination der böhmischen und der babylonischen Stunden in 2 x 12 Stunden

 

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O
 
Offiziersuhren Dekorative und technisch vollendete Reiseuhren des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Ausgerüstet waren sie meist mit einem Messinggehäuse, Schlagwerk und Repetition, aber auch mit Viertelstundenschlag und Weckerwerk. Bekannt sind die Schweizer Offiziersuhren mit vergoldeten Bronzegehäusen.
-> Capucine
Öhre Kleine Bohrung, durch die ein Sonnenstrahl auf eine Skala fällt.
Oignon Frühe französische Taschenuhren (Sackuhren), die vor 1720 entstanden sind. Ihre Dicke hat zu der Bezeichnung Oignon (Zwiebel) geführt. Sie hatten fast immer ein Bronzezifferblatt mit Ziffern auf Emailfeldern und nur einen Zeiger.
Öluhr -> Feueruhr
Ortszeit -> Sonnenuhr
-> Wahre Zeit

 

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P
 
Paletten In das Hemmungsrad eingreifende 'Ankerspitzen'. Weil diese Bereiche des Ankers sehr stark beansprucht sind, werden sie, bei den meisten Taschenuhren aber auch einigen Großuhren, wegen ihrer Härte aus Edelsteinen (z.B. Rubin) gefertigt.
-> Brocot-Hemmung
-> Hemmung
Pariser Pendulenwerk Im 19. Jahrhundert in großen Stückzahlen gebaute, trommelförmige Acht-Tage-Uhrwerke mit Pendel und Stunden-Halbstundenschlagwerk.
Pendant (der ...) Knopf am Taschenuhrgehäuse - meistens über der Zwölf.
Er dient als Halterung für den Bügel, an dem die Kette befestigt wurde.

-> Bügel
Pendule (die ...) Zusammenfassende Bezeichnung für Pendeluhren. Diese Uhren sind in erster Linie Ziergegenstände; ihre Gehäuse wurden nicht vom Uhrmacher, sondern vom Innenarchitekten entworfen. Die Pendule hatte sich in der Raumgestaltung einzufügen, sollte aber repräsentativ wirken. Dieser Uhrentyp ist charakteristisch durch eine erstaunliche Vielfalt an Formen und Materialien, die den raschen Wandel des Zeitgeschmacks belegen.
Perlierung Besondere wolkenförmige Verzierung auf Platinen, Brücken und Kloben.
Petite Sonnerie (die ...) Oberbegriff für Schlagwerke mit einer bestimmten Schlagfolge. Geschlagen werden die Viertelstunden, die Stundenzahl aber nur zur vollen Stunde.
Pfeiler Verbindungselemente und Abstandhalter zwischen vorderer und hinterer Platine im Uhrwerk.
-> Platine
Planetenrotor -> Mikrorotor
Planetenstunden Die Länge des lichten Tages und der Nacht werden in 12 ungleiche Teile geteilt, sie entsprechen jedoch nicht exakt den jüdischen Stunden. Die Tages- und Nachtstunden werden gegeneinander ausgeglichen.
Platine Platte (häufig aus Messing, z.T. aus Eisen, seltener aus Holz), die das Uhrwerk trägt. Zwischen den zumeist zwei Platinen lagern die Wellen des Räderwerkes. Taschenuhren besitzen seit etwa 1840 häufig nur eine Platine, auf der sich das Werk mit Brücken aufbaut.
-> Brücke
-> Pfeiler
-> Werkgestell
Platinenbauweise Die tragende Karosserie des Uhrwerks. Sie besteht aus zwei Platten (Platinen), die durch Abstandshalter (Pfeiler) zusammengehalten werden. Dazwischen werden die Räder gelagert. Erstmals wurde diese Bauweise bei den Kleinuhren der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts verwendet. Heute noch die häufigste Bauart.
Plots Zur Regulierung des Laufes dienende bewegliche, kleine Gewichte auf den Speichen der Radunruh.
Polhöhe Breitenangabe eines Ortes zur Einstellung des richtigen Neigungswinkels des Zifferblattes bei Äquatorialsonnenuhren oder des Schattenwerferfadens bei Klappsonnenuhren. Aus Tabellen zu ermitteln.
Polhöhenverzeichnis Tabelle mit den Angaben der Polhöhen mehrerer Orte.
Polos -> Polstab
Polstab Faden, Stift oder Dreieck als Schattenwerfer; Jede Sonnenuhr benötigt einen 'Schattenwerfer' als 'Zeiger'. Werden Faden, Stift oder Dreieck verwendet, spricht man von einem Polstab. Bei manchen Uhrsystemen sind diese auf die jeweils entsprechende Polhöhe einstellbar.
Polus (der ...) Schattenwerfender Stab der Sonnenuhr.
Porte Montre (der ...) Ständer zur Aufbewahrung von Taschenuhren.
Pulsometer Uhrenskala, die die Ablesung der Pulsschlagfrequenz pro Minute ermöglicht.

 

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Q
 
Quarzuhr Zeitmesser, in dem weder Feder, Unruh noch Hemmung vorhanden ist. In einem Quarzwerk wird ein Kristall zum Schwingen gebracht. Die gleichmäßige Schwingung wird nun genutzt, um mit Hilfe eines Chip, also einer integrierten Schaltung, einen Motor anzutreiben. Im Rhythmus der zugeführten Impulse dreht dieser ein Räderwerk. Vorteil ist die sehr hohe Ganggenauigkeit und der geringe Platzverbrauch, Nachteil ist jedoch die Abhängigkeit von einer Stromquelle.
Quatre-couleurs -> Vierfarbiges Gold

 

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R
 
Räderuhr Seit dem 13. Jahrhundert gebaute Uhrform. Sie besitzen ein Zahngetriebe und eine mechanische Hemmung. Vielfach verbessert und weiterentwickelt werden Räderuhren heute noch gebaut.
Räderwerk Das Räderwerk dient der Übertragung der in der Feder gespeicherten Energie auf den Gangregler (Unruh). Dessen Schwingung setzt das Räderwerk dann auch in die Zeitanzeige um (Zeigerwerk). Unter dem Begriff Räderwerk versteht man also alle Räder und Triebe, die vom Federhaus aus die Bewegung (Triebkraft) an das Hemmungsrad übertragen. Dazu gehören: Minutenrad, Kleinbodenrad, Sekundenrad, Hemmungsrad
-> Gehwerk
-> Schlagwerk
Radunrast Radförmiger Gangregler ohne Eigenschwingungsfähigkeit. Er ist nach der Waag der älteste Gangregler, der bei Räderuhren mit mechanischer Hemmung verwendet worden ist. Abgelöst wurde die Radunrast durch die von Christian Huygens erfundene und 1675 publizierte Radunrast mit Spindelhemmung.
-> Unruh
Radunruh Bis zur allgemeinen Einführung des Pendels um 1660 die am häufigsten angewandte Form des Schwingungssystems, bestehend aus einem geschmiedeten Reifen an dem oberen Ende der Spindel. Bei den Wand- und Konsoluhren hing die Radunruh meistens an einem Faden über dem Werk.
-> Radunrast
Rattrapante Wegen seiner Arbeitsweise auch 'Schleppsekunde' genannt.
An einem Werk mit Chronograph wird im Zentrum ein Zeiger so angebracht, daß er beim stoppen von Zwischenzeiten vom Sekundenzeiger 'mitgeschleppt' wird, der Sekundenzeiger des Chronographen aber nicht angehalten werden muß.

-> Chronograph
-> Schleppzeiger-Chronograph
Rechenschlagwerk Bei einem Rechenschlagwerk wird die Zahl der Stundenschläge immer von der Stellung der Zeiger bestimmt. Dadurch ergeben sich zwei Vorteile:
1. Beim Einstellen der Uhrzeit muss nicht auf das Schlagwerk Rücksicht genommen werden. Weil die Staffel immer entsprechend dem Stundenzeiger steht, braucht das Schlagwerk bei der Korrektur der Zeit nicht berücksichtigt werden.
2. Dadurch wurde es möglich, das Schlagwerk innerhalb einer Stunde mehrfach auszulösen. Ein Beispiel dafür sind jene Uhren, die jede viertel Stunde, und zusätzlich auch die jeweilige Stunde schlagen.
Dieses System wurde um 1676 erstmals von dem Engländer Edward Barlow (1636 - 1716) gebaut.

-> Schlagwerk
-> Staffel
Regulierung Ist die Feineinstellung von Uhren mit mechanischen Schwingsystemen.
Es gibt dafür unterschiedliche Verfahren:
1) Bei normaler Regulierung wird der Gang der Armbanduhr mit "Zifferblatt oben" und "Krone oben" gemessen und auf maximal 30 Sekunden Gangabweichung eingestellt.
2) Bei Regulierung in "verschiedenen Lagen" wird in 2, 5 oder 6 Lagen reguliert, etwa horizontal: "Zifferblatt oben" (ZO), "Zifferblatt unten" (ZU) und vertikal: "Krone oben" (KO), "Krone links" (KL), "Krone rechts" (KR), "Krone unten" (KU).
3) Bei Regulierung der "Temperaturkompensation" wird der Gang jeweils 24 Stunden bei 4°C, 20°C und 36°C gemessen und reguliert.
Regulierzifferblatt Dient zur Regelung der Ganggeschwindigkeit von Uhren mit Unruh. Neben der Unruh befindet sich eine Skala mit einem Zeiger. Durch Verstellen dieses Zeigers wird die wirksame Länge der Spirale verändert, wodurch sich wiederum die Ganggeschwindigkeit ändert.
Reiseuhr Kleine tragbare Uhren, meist mit einem Schlag- und Weckerwerk, die auf Reisen benutzt wurden. Jede federangetriebene Tischuhr: Dosenuhren, Uhren mit horizontalem Zifferblatt, Türmchenuhren und sogar Stockuhren oder Bracket-Clocks konnten in einem Futteral oder in einem ausgepolsterten Holzbehälter als Reiseuhr mitgeführt werden.
Im 19. Jahrhundert entwickelt sich in Frankreich aus dem Capucine-Typ die schlichte allseits verglaste Reiseuhr, die bis Anfang des 20. Jahrhundert in Gebrauch bleibt.

-> Capucine
-> Offiziersuhr
Remontoir Aufzugsart
Statt wie bisher mit einem extra Schlüssel, wird dieses Uhrwerk nun mit der Krone aufgezogen.

-> Kronenaufzug
Repetition Ein zweites Läutwerk in einer Uhr, das Minuten, Viertelstunden oder Stunden akustisch angibt.
Die meisten Rechen-Selbstschlagwerke sind so eingerichtet, daß sie die zuletzt geschlagene Zeit wiederholen, wenn der Auslösemechanismus betätigt wird.

-> Repetitionsschlagwerk
-> Zugrepetition
Repetitionsschlagwerk 1676 von dem Engländer Edward Barlow erfunden.
Entsprechend der Repetition versteht man darunter ein zusätzliches, jederzeit von Hand auslösbares Schlagwerk. Je nach Uhrenart wird die Feder, die das Schlagwerk antreibt, gespannt. Bei Taschenuhren erfolgt dies mit einem Drücker, bei Großuhren mittels Schnurzug.
Die sogenannte Staffel regelt die Schlagzahl.

-> Rechenschlagwerk
-> Schlagwerk
-> Zugrepetition
Retard (franz. Verzögern, Abk. R) Mit Retard wird die Richtung angegeben in der ein Regulierorgan verstellt werden muß, damit die Uhr langsamer läuft.
Bei englischen Uhren entspricht es dem 'Slow', Abk. S.
Revolutionsuhr Nennt man Uhren, fast nur Taschenuhren, die die seit der Kalenderreform 1793 in Frankreich bis 1805 offiziell gültige Dezimaleinteilung aufwiesen. Damals wurde der Tag in 20 Stunden und das Jahr in 12 Monate zu je 30 Tage eingeteilt.
Auf einigen Uhren steht diese Einteilung noch neben der herkömmlichen Anzeige.
Ringsonnenuhr Alte Sonnenuhrform, bei der über ein verschiebbares Öhr oder zwei Bohrungen ein Lichtpunkt auf die Innenskala fällt.
Ringuhr -> Kleinuhr
Rohwerk Damit bezeichnet man die rohen Einzelteile einer Uhr (Platinen, Räder, Hebel und Schrauben) die fabrikmäßßig hergestellt, zusammengesetzt und verkauft wurden. Genau aufeinander abgestimmt und verfeinert wurde das Uhrwerk dann von einem Uhrmacher, der es dann auch endgültig in ein Gehäuse einbaute.
Seit dem 18. Jahrhundert arbeiten die größten Rohwerkhersteller in der Schweiz.

-> Ebauche
Roskopf-Stiftankerhemmung Vorwiegend in einfachen Taschenuhren (Roskopfuhren) zum Einsatz kommende freie Ankerhemmung mit zwei runden Stahlstiften als Paletten.
-> Ankerhemmung
-> Hemmung
-> Roskopfuhr
Roskopfuhr Die seit 1865 von Georg Friedrich Roskopf (1813 - 1889) angefertigte, größere, robuste und billige Taschenuhren einfacher Bauart.
-> Roskopfhemmung
Rotor Das Schwunggewicht des automatischen Aufzugs. Die verbreitetste Variante ist der Zentralrotor. Ein Rotor kreist über die gesamte Gehäusebreite parallel zum Werk. Im Gegensatz dazu ist der Mikrorotor ins Uhrwerk integriert.
-> Mikrorotor
Rubin Synthetisch hergestellte Rubine werden als Lager für die wichtigsten, am meisten beanspruchten Wellen und Räder verwendet. Durch den Rubin wird die Reibung und damit auch die Abnutzung im Lager verringert.
-> Steine
Rückerzeiger Element zur Feinregulierung von Uhren mit Unruh.
Während die Unruh schwingt, verschiebt man den Rückerzeiger, wodurch die wirksame Länge der Spirale verändert wird. 'Verkürzen der Spirale' beschleunigt die Uhr , und 'verlängern' verlangsamt sie.

-> Feinregulierung
Rufschlagwerk -> Repetition
-> Schlagwerk
-> Zugrepetition

 

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S
 
Sackuhren -> Taschenuhren
Sanduhr Vorläufer der Sanduhren gab es schon sehr früh. Es wurde Wasser verwendet, das von einem Krug oder Eimer in ein tiefer stehendes Gefäß ablief.
Zur Entwicklung der Sanduhr mußte erst durchsichtiges Glas (15. Jahrhundert) erfunden werden. Danach wurde das 'Eimer-Prinzip' umgesetzt und zwei Glasgefäße mit ihren kleinen Öffnungen zueinander verschmolzen. Durch diese kleine Öffnung konnte eine 'geeichte' Menge Blei- oder Marmorsand von einem Glasgefäß in das andere rinnen.
Verschiedene Zeitangaben nebeneinander wurden in Venedig und Nürnberg durch Sanduhren mit zwei, drei und vier Doppelgläsern erzielt.
Die früher bei Predigten verwendeten Kanzeluhren waren eine besondere Form der Sanduhr.
Saphirglas Künstlich hergestelltes Glas das in Bezug von Härte und Kratzfestigkeit (9 Mohs), nur von Diamant übertroffen wird.
Savonette Vom späten 18. bis in das 20. Jahrhundert hergestellte, meist flache Taschenuhren mit Sprungdeckel.
Zifferblatt und Zeiger sind durch den Sprungdeckel nicht sichtbar. (im Gegensatz zur Halbsavonette)

-> Halbsavonette
Schablonenuhr Bei diesen Uhren sind alle Teile untereinander ohne Nacharbeit austauschbar. Vorausgesetzt die Uhren sind gleichen Typs (Kalibers).
Heute würde man es Modulbauweise nennen.
Schaltrad-Chronograph Bei diesem klassischen Chronographen-Typ, aus den 30er und 40er Jahren, wird die Start-, Stop-, und Nullstellung der Zeiger über ein neunzähniges Säulenrad gesteuert.
Weil die Fertigung handwerklich sehr anspruchsvoll ist, sind diese Chronographen heute nur noch selten zu finden.
Scherenhemmung Auch Stiften- oder Amanthemmung genannte, 1741 von Louis Amant entwickelte ruhende Hemmung für Präzisionsuhren.
Scherenhemmung heißt sie, weil eine 'Schere' zwischen senkrecht zum Radreifen stehenden Stiften auf einem Hemmungsrad hin und hergeführt wird.

-> Hemmung
Schlagfolge von Selbstschlagwerken 1.  Bis ins 20. Jahrhundert gebräuchlicher 'Französischer Schlag':
Die vollen und halben Stunden werden geschlagen. Die halben Stunden aber nur mit einem Schlag angegeben.
2.  Holländischer oder Belgischer Schlag:
Die vollen und halben Stunden werden mit voller Schlagzahl geschlagen. Um die halben Stunden besser unterscheiden zu können werden sie auf eine andere Glocke geschlagen.
3.  Dreiviertelschlag:
Die ersten drei Viertel werden geschlagen. Nur die volle Stunde wird nach dem vierten Viertel auf einer größeren Glocke geschlagen.
4.  Petite Sonnerie:
Sämtliche Viertelstunden werden angegeben. Nach dem vierten Viertel wird die volle Stunde auf einer größeren Glocke geschlagen.
5.  Grande Sonnerie oder Wiener Schlag:
Hier werden Nach jedem Viertelschlag wird die volle abgelaufene Stunde nachgeschlagen.
Schlagwerk Durch Schläge auf eine Glocke oder eine Tonspirale erfolgt eine akustische Zeitangabe.
Das Schlagwerk besteht aus einem eigenen, vom Geh- oder Zeigerwerk ausgelösten, Antrieb (Gewicht oder Feder) und Räderwerk. Von einer Schloßscheibe oder Staffel wird die Schlagfolge geregelt.
Der Halbstunden- und Stundenschlag sind übliche Formen. Bei einigen Uhren gibt es auch den Viertelstundenschlag und bei Taschenuhren kommen manchmal auch Schlagfolgen für Achtelstunden und für Minuten hinzu.

-> Rechenschlagwerk
-> Repetitionsschlagwerk
-> Staffel
Schlagwerks-
auslösung
Um die Zeit akustisch durch Glockenschläge zu signalisieren, muß eine Mechanik das Schlagwerk auslösen. Früher löste ein Stift am großen Antriebsrad das Schlagwerk über einen Hebel aus. Später erfolgte dies durch Stifte oder einen Stern am Stundenrad.
Schleppzeiger -> Rattrapante
Schleppzeiger-
Chronograph
(von französisch rattraper = wieder einholen) daher auch Rattrapante genannt. Um Zwischenzeiten messen zu können besitzt dieser Uhrentyp 2 Stoppzeiger, einen eigentlichen Stopp- und einen Schleppzeiger. Der Schleppzeiger wird wie der Name sagt vom Stoppzeiger mitgeschleppt. Um eine Zwischenzeit zu stoppen wird er angehalten. Durch Loslassen des "Stoppmechanismus" springt der Schleppzeiger wieder zu der Position des anderen Stoppzeigers und läuft mit diesem weiter. In den 60er Jahren verschwand dieses System vom Uhrenmarkt und wurde bis Ende der 80er Jahre so gut wie nicht mehr verwendet. (seit 1989 gebräuchlich)
Schlüsselaufzug Aufzugsart für Taschen- und Großuhren mit Federzugwerk.
Der Schlüsselaufzug wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch den Kronenaufzug (Remontoiraufzug) abgelöst.

-> Kronenaufzug
-> Remontoir
Schnecke Die Schnecke stellt die konstante Kraft- und Drehmomentübertragung zwischen Federhaus und Räderwerk dar.
Um diese Konstantz zu erzielen, hat die Schnecke die Form eines Kegelstumpfes. Auf der Oberfläche ist eine schneckenförmige Rille eingefräst, in der eine Saite liegt. Ein Ende der Saite ist an der Schnecke, das andere Ende ist an der Federhaustrommel befestigt.
Wenn die Feder aufgezogen ist, hat sie die größte Kraft (größtes Drehmoment), und zieht daher am kleinsten Durchmesser der Schneckenwindung. Entsprechend gegengleich zieht die fast entspannte Feder mit der Saite größten Durchmesser der Schnecke.

-> Feder
-> Stackfreed
Schnellschwinger Uhren deren Unruh 28 800 oder 36 000 Halbschwingungen pro Stunde ausführt, werden Schnellschwinger genannt.
Schraubboden Der Boden des Uhrengehäuses ist mit einem Gewinde versehen um ihn statt einpressen einschrauben zu können. Dadurch wird eine bessere Abdichtung und vor allem eine leichtere Wartung des Uhrwekes möglich.
Schrauben-Unruh Um das Trägheitsmoment eines Uhrwerkes beeinflussen zu können, ist der Unruhreif dieser Uhren mit Schrauben versehen. Durch diese Schrauben kann die Masse und damit das Trägheitsmoment des Unruhreifes verändert werden.
Schraubkrone Um eine komplette Wasserdichtheit zu erreichen, ist die Aufzugskrone mit dem Gehäuse verschraubbar. 1926 wurde diese Methode erstmals von der Firma Rolex angewendet (Oyster-Modell).
-> Krone
Schwanenhals-
Feinregulierung
Vorrichtung in Form eines Schwanenhalses zur Feineinstellung von Uhren mit mechanischem Schwingsystem.
Schwarzwälder Hakenhemmung -> Blechankergang
Schwingungsdauer (auch Periode oder Frequenz) Die Schwingungsdauer ist die Dauer einer gesamten Schwingung (eines Pendels) zu seinem Umkehrpunkt und wieder zurück in die Ausgangsstellung.
Schwingungssystem Darunter versteht man jene Einheit in der Uhr, die durch das Räderwerk angetrieben, den Ablauf des Uhrwerkes reguliert.
Seconde morte Springende Sekunde.
Der Name wurde von der ruckartigen Bewegung des Sekundenzeigers - einmal pro Sekunde - abgeleitet.
Sector-watch Gegen Ende des 19. Jahrhunderts häufig gebaute Taschenuhrform, mit viertelkreisförmigem Zifferblatt. Hat der Zeiger das Ende der Skala erreicht, springt er wieder zum Anfang der Anzeige zurück.
Sekunde Nach der Minute die zweite Unterteilung der Stunde. Durch die Teilung des Tages in 24 Stunden (wobei jede Stunde 60 Minuten und jede Minute 60 Sekunden hat) ist die Sekunde der 86400. Teil eines mittleren Tages und damit astronomisch durch die Rotation der Erde festgelegt.
Selbstaufzug 1780 von Abraham Louis Breguet (1747 - 1823) verbesserter automatischer Aufzug von Taschenuhren nach dem Prinzip des Schrittzählers: Ein an einem Hebel befestigtes und beim Tragen der Uhr auf- und abschwingendes Gewicht zieht über ein Gesperr die Feder auf. In modernen Armbanduhren vielfach verbessert und modernisiert bis hin als Strom-Generator für Quarzuhren.
Signatur Wie von Gemälden bekannt, wurden auch Uhrwerke oder Gehäuse mit dem Namen des Uhrmachers, Gehäusemachers oder auch Verkäufers gekennzeichnet.
Skelettierung Um das Gewicht von Uhren zu reduzieren und ihnen ein filigraneres Aussehen zu geben, wird versucht beim Uhrwerk 'möglichst viel Material einzusparen'. Dafür wird bei Brücken, Platinen, Zifferblätter und eventuell auch Rotoren Material, das von der 'Statik' her nicht zur Festigkeit oder zum Drehmoment beiträgt, ausgesägt. Die Skelettierung erfolgt entweder manuell oder über computergesteuerte Maschinen.
(Besonders schöne skelettierte Werke wurden mit feinen Gravuren und kunstvollen Ziselierungen versehen, und durch das Uhrglas und Glasboden sichtbar gemacht.)
Slow (engl. langsam) Wird das Regulierorgan der Uhr in diese Richtung verstellt, läuft sie langsamer.
-> Retard
Solstitium Jene Tage, um die Sonnenwenden (21. Juni und 23. Dezember), an denen sich die Länge des hellen Tages nur noch minimal ändert.
-> Sonnenwende
Sonnendeklination Differenz der Sonnenhöhe zum Äquator, die sich mit jeder Stunde wegen der 'Neigung der Ekliptik' ändert.
Sonnenuhr Seit der Antike bekannte Zeitmesser. Die Zeit wird dadurch angezeigt, daß der Schatten eines Stabes auf eine ausgerichtete Skala fällt. Je nach 'Aufstellung' der Skala unterscheidet man Horizontal- und Äquatorialsonnenuhren. Bei ersteren wird die Skala horizontal ausgerichtet. Bei den Äquatorialsonnenuhren steht die Skala entsprechend der Äquatorebene.
Sonnenwende Tage mit dem höchsten (21. Juni) und tiefsten (23. Dezember) Stand der Sonne am Mittag.
Souscription (franz. Anzahlung) Um 1800 nur auf besondere Bestellung von Breguet gebaute, einzeigrige Taschenuhren mit Stunden- und Fünfminuteneinteilung.
Sperrad Teil des Aufzugssystems der Uhr.
Spindelhemmung Sie ist die älteste (rückfallende) Hemmung. Abwechselnd greifen die Lappen der Spindel (die Welle mit den beiden lappenartigen und im Winkel von etwa 110Grad - bei Taschenuhren - zueinanderstehenen Fortsätzen) in das Hemmungsrad, das die Form eines Kronrades mit sägeähnlichen Spitzen hat, und lassen es um jeweils einen Zahn weiterlaufen.
Sie existiert bereits seit Erfindung der Räderuhr im 13. Jahrhundert. Bis etwa um 1700 ist sie die wichtigste Hemmung für Groß- und Kleinuhren. Starke Verschleißerscheinungen und große Ungenauigkeit, besonders bei tragbaren Uhren, spornten die Uhrmacher an, bessere Konstruktionen, wie zum Beispiel die Anker- oder Cylinderhemmung, zu entwickeln.

-> Hemmung
Spindelkloben Spindelkloben ist die, mit (ein oder zwei) Schrauben auf wird der der Rückplatine des Uhrwerkes befestigte, Lagerung der Unruh- oder Spindelwelle. Bei alten Taschenuhren wurde er meist kunstvoll ausgesägt, graviert und vergoldet.
Spindeltaschenuhr Taschenuhren mit Spindelhemmung
-> Spindelhemmung
Spiralfeder Meist aus dünnem Flachdraht, aus Nivarox, gefertigte spiralförmige Feder, die mit der Unruh zusammen das Schwingungssystem bildet.
Spitzzahnanker-
hemmung
Eine in England während des 19. Jahrhunderts, vorwiegend in Taschen- und Reiseuhren verwendete, freie Ankerhemmung. Die Zahnung des Hemmungsrades ist wesentlich spitzer ausgeführt, als bei 'normalen' Hemmungsrädern.
-> Ankerhemmung
-> Hemmung
-> Reiseuhr
Springen Art wie sich der Sekundenzeiger weiter bewegt.
-> seconde morte
Springende Stunde Hinter einem Fensterchen, am oberen Rand des Zifferblattes, befindet sich eine kleine Scheibe mit den Stundenziffern, die stündlich weiterspringt.
Sprungdeckel Flacher Metalldeckel bei Taschenuhren, der das Uhrglas schützt und meist mit Knopfdruck geöffnet werden kann.
-> Savonette
Stackfreed Im 16. und frühen 17. Jahrhundert in Deutschland (Nürnberg) gebräuchliches Bremssystem, das die sich ändernde Antriebskraft der Zugfeder, ausgleicht um eine kontinuierliche Kraft- und Drehmomentübertragung von der Feder auf das Räderwerk zu gewährleisten.
Eine Stahlfeder drückt gegen eine exzentrisch mit dem Federkern verbundene Scheibe. Die Feder ist so angebracht, daß sie bei voll aufgezogener Zugfeder den Exzenter am stärksten bremst, und die Bremswirkung um so mehr nachläßt, um so weiter die Feder abgelaufen ist.
Die Erfindung wird Peter Henlein zugeschrieben.

-> Schnecke
Staffel Sie regelt das Stundenschlagen. Als Programmscheibe für die Anzahl der Schläge ist die Staffel Teil eines Rechen- oder Repetitionsschlagwerks. Weil sie mit dem Stundenzeiger gekoppelt ist, schlagen Uhren mit einer Staffel immer entsprechend dem jeweiligen Stand des Stundenzeigers.
-> Rechenschlagwerk
Staubdeckel Als zusätzlicher Schutz über dem Werk von manchen Taschenuhren angebrachter Deckel.
Steigrad Eine andere Bezeichnung für Hemmungsrad
-> Hemmung
Steine Synthetisch hergestellte Rubine, die als Lager für die wichtigsten Räder deren Abnutzung und Reibung vermindern.
Stellscheibenzeiger -> Rückerzeiger
Stellung Einrichtung zur Aufzugsblockierung bei Uhren mit Federkraftantrieb. Die Zugfeder wirkt je nach Spannungsrad mit unterschiedlicher Kraft auf das Räderwerk: Bei großer Spannung ist die Kraft auch groß und umgekehrt. Dazwischen gibt es einen kleinen Bereich, in dem die Federkraft einigermaßen konstant ist. Aufgabe der Stellung ist es, die Feder nur in diesem Bereich arbeiten zu lassen, das heißt zu verhindern, daß die Feder ganz aufgezogen wird und vollständig abläuft.
-> Malteserkreuzstellung
Sternuhr/Nachtuhr Ein, den Polarstern und andere zirkumpolare Sterne als 24-stündigen Zeiger verwendendes, Uhrensystem.
Stiftenanker-
hemmung
Vorwiegend in einfachen Taschenuhren (Roskopfuhren) zum Einsatz kommende freie Ankerhemmung mit zwei runden Stahlstiften als Paletten.
-> Ankerhemmung
-> Hemmung
-> Roskopfuhr
Stiftenhemmung -> Amant-hemmung
-> Hemmung
-> Scherenhemmung
Stoppuhr Zur Messung von Zeitintervallen verwendetes Zeitmeßgerät.
Wichtiges Merkmal einer Stoppuhr ist, daß die Betätigung von Start, evtl. Zwischenstopp, Stopp und Nullstellung nacheinander erfolgen.

-> Chronograph
Stoßsicherung Damit die Zapfen der Unruhwelle bei Stößen und beim Herunterfallen der Uhr nicht brechen, werden die Steinlager elastich 'aufgehängt'. Die gebräuchlichste Stoßsicherung ist heute Incabloc.
Stundenrad Bei Uhren mit zentraler Anordnung von Sekunden-, Minuten- und Stundenzeiger können nicht alle Zeiger auf einer Achse sitzen. Daher sitzt der Stundenzeiger und das Stundenrad auf einem Rohr. Dieses dreht sich entsprechend der Art der Uhr einmal in zwölf Stunden, bzw. bei manchen astronomischen Uhren in 24 bzw. italienischen Uhren auch 6 Stunden.
-> Zeigerwerk
Stundenrohr Die Röhre des Stundenrades, die den Stundenzeiger trägt.
Stundenwinkel-Uhr Ein Uhrentyp, mit dessen Hilfe und unter Zuhilfenahme eines Sextanten, des Nautischen Almanachs und des Zeitzeichens aus dem Radio es möglich ist die genaue geographische Länge des eigenen Standplatzes zu bestimmen.
Die Erfindung dieser Uhr wird Charles Lindbergh zugeschrieben.
Swiss made Eine Art Qualitätszeichen für Uhren.
Swiss made dürfen sich nur Uhren nennen, deren Werk in der Schweiz zusammengesetzt, in Gang gesetzt, reguliert und vom Hersteller kontrolliert worden ist. Außerdem müssen mindestens 50% aller Bestandteile in der Schweiz hergestellt werden (dem Wert nach gerechnet), und den in der Schweiz geltenden technischen Kontrolle entsprechen.

 

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T
 
Tachymeter Zusätzliche Skala auf dem Zifferblatt, die zur Geschwindigkeitsmessung dient. Wird bei einem Chronograph beim Passieren eines Kilometersteins der Sekundenzeiger gestartet, so kann beim Erreichen des nächsten Kilometersteins auf der Tachymeterskala die Geschwindigkeit abgelesen werden.
Taschenchronometer -> Chronometer
Taschenuhren Aus den früheren Dosenuhren wurden kleinere Formen entwickelt, die am Körper getragen werden konnten.entwickelt hat. Im 17. und 18. Jahrhundert werden sie weiter entwickelt bis sie zu solchen Schmuckstücken werden, daß sie offen sichtbar getragen werden. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert werden sie meist in der Westentasche aufbewahrt. Je feiner (kleiner) und ausgereifter die Uhrwerke und Mechaniken wurden, wurden die Taschenuhren auch mit Wecker-, Schlag- und Repetierwerken, mit Chronographen, Datumsanzeigen, Spielwerken und Automaten ausgerüstet.
-> Châtelaine
Tastknöpfe Seit dem 16. Jahrhundert gelegentlich an tragbaren Räderuhren und Monduhren angebrachte Stifte neben den Ziffern um die Zeit auch im Dunkeln ablesen zu können. Zur 'Orientierungshilfe' war bei der 12 ein größerer Stift angebracht. Daraus entwickelten sich auch die ersten Blinden-Taschenuhren.
-> Blinden-Taschenuhr
Taucher-Uhr Bei diesem Uhrtyp, werden erhöhte Anforderungen an die Wasserdichtheit des Gehäuses gestellt. Die meisten Tauchuhren sind bis mindestens 100m Tiefe (10 bar Druck) auf Wasserdichtheit geprüft. Ein weiteres sehr wichtiges Kriterium ist eine gute und eindeutige Ablesbarkeit auch im Dämmerlicht.
Um möglichst viele Funktionen in dieser Uhr zu vereinen, ist außen eine nur in eine Richtung drehbare Lünette angebracht, mit deren Hilfe die Tauchzeit bestimmt werden kann.
Temporalstunden Bis ins 15. Jahrhundert gebräuchliche Zeiteinteilung. Tag und Nacht wurden in jeweils 12 'Stunden' unterteilt waren. Um die aus den Jahreszeiten erklärten, verschieden langen Tages- und Nachtzeiten zu kompensieren, wurden im Sommer die Tagesstunden, und im Winter die Nachtstunden länger gehalten. (im Gegensatz zu Äquinoktialstunden).
Jüdische oder antike Stunden sind Temporalstunden.

-> Äquinoktialstunden
Tierkreis Im Lauf ihrer jährlichen periodischen Bahn durchläuft die Sonne scheinbar einen Kreis von 12 Sternbildern. Je ein Tierkreissternbild ist einem 30°-Abschnitt auf der Laufbahn zugeordnet. Die Angabe von Tierkreiszeichen auf Sonnenuhren dient häufig zur Einstellung der Sonnenuhren auf den jahreszeitlich aktuellen Sonnenstand.
Tonfeder Zirka um 1800 wurden die früher genutzten Schlagwerksglocken durch Tonfedern ersetzt. Tonfedern sind spiralförmig gebogene Stäbe aus Eisen (bei Großuhren) oder mit Silber legierte Stäbe (bei Taschenuhren), die vom Schlagwerk angeschlagen zum Klingen gebracht werden. Da die Tonfedern durch ihre Bauform zwischen Gehäusewand und Uhrwerk passen, gelang es auch Taschenuhren noch flacher zu bauen.
-> Schlagwerk
Tourbillon Uhr mit Drehgestell, das sich, wenn es vom Sekundenrad angetrieben wird, mit der Unruh und Hemmungsteilen einmal in der Minuten dreht und eine Unwucht des Unruhsystems und damit Lagefehler ausgleicht. Diese Konstruktion wurde erstmals von Abraham Louis Breguet (1747 - 1823) ausgeführt. Vom Zwischenboden (Kleinbodenrad) angetriebene Drehgestelle drehen sich je nach Übersetzungsverhältnis in 5 bis 10 Minuten, vom Minutenrad getriebene Drehgestelle nur einmal in der Stunde. Sie sind erstmals in England von Bonniksen gebaut worden und werden Karusselluhren genannt.
Treize pièces -> Zifferblatt
Trieb Kleines Zahnrad mit etwa 6-16 Zähnen an der Achse eines großen Rades. Ein anderes Zahnrad greift in den Trieb und überträgt den Antrieb. Die Triebzähne sind entweder aus der Achse gearbeitet (Volltrieb) oder bestehen aus runden Stiften zwischen zwei Scheiben. (Hohl- oder Korbtrieb). Durch die exakte Wahl der jeweiligen Durchmesser können verschiedene Übersetzungen erzielt werden.
Tritium Leicht radioaktives Leuchtmaterial zur Markierung auf dem Zifferblatt, heute aufgrund der harmlosen Strahlenbelastung anstelle von Radium verwendet.

 

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U
 
Übergehäuse -> Umgehäuse
Uhrenformen Die äußere Form des Uhrgehäuses.
Die ersten tragbaren Uhren waren trommel- und dosenförmig. Später gab es die achteckige und auch kugelförmige Bisamapfel-Uhren. Später wurde daraus das sogenannte Nürnberger Eyerlein entwickelt. Durch die laufende Weiterentwicklung der Fertigung der mechanischen Teile wurden diese immer kleiner und leichter, was sich direkt auf die größe der Uhren auswirkte.

-> Dosenuhr
Uhrgläser Zum Schutz von Zeiger und Zifferblatt wurde zu Beginn 'dünn geschnittener' Bergkristall verwendet. Das Kristallglas kam erst im 18. Jahrhundert bei Kleinuhren auf, bei Großuhren noch viel später.
Umgehäuse Auch Übergehäuse genannt. Seit dem frühen 18. Jahrhundert zum Schutz des Uhrwerks vor Erschütterungen gebautes Gehäuse. Meist aus Silber, oft mit Leder oder Schildpatt überzogen.
-> Taschenuhr
Unruh Taktgebendes Schwungrad, das das gleichmäßige Vorrücken der Zeiger über das Räderwerk ermöglicht. Von Christian Huygens (1629 -1695) entwickelter, meist radförmiger, eigenschwingungsfähiger Gangregler mit Spiralfeder, der erst den Bau tragbarer Uhren mit hoher Ganggenauigkeit ermöglicht.
-> Gangregler

 

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V
 
Vierfarbiges Gold Im 18. und frühen 19. Jahrhundert von den Goldschmieden angewendete Technik die unterschiedliche Farbe von Goldplättchen für Verzierungen und Darstellungen zu nutzen.
Vorlauf -> Warnung

 

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W
 
Wahre Zeit Angezeigt wird die Wahre Zeit mittels Sonnenuhren. Räderuhren zeigen durch ihren kontinuierlichen mechanischen Ablauf dagegen die Mittlere Zeit.
In Folge der unterschiedlichen Entfernungen zwischen Sonne und Erde kann die wahre Zeit kein konstantes Zeitmaß sein. Die Abweichung von der Mittleren Zeit beträgt bis zu + 16 Minuten.
Warnung Damit der Schlag des Schlagwerkes genau zur richtigen Zeit erfolgen kann, muß kurz zuvor ein Hebel vom Gehwerk gehoben werden. Wodurch die Räder des Schlagwerks etwas voraus drehen.
-> Schlagwerksauslösung
Watch Paper (engl. Taschenuhrpapier) Die hauptsächlich in England verwendeten Watch Papers sind runde Papierscheiben mit Namensaufdruck der jeweiligen Uhrmacher und Uhrenverkäufer. Meist lagen sie als Werbeträger in der rückwärtigen Schale des Übergehäuses.
Weckerstellscheibe Scheibe mit Auslösestift und einer Röhre, die über das Stundenrohr gesteckt ist. Die mit den Stundenziffern versehene Scheibe ist drehbar und ermöglicht so die Einstellung der gewünschten Weckzeit. Eine am Auge des Stundenzeigers angebrachte Spitze gibt die eingestellte Weckzeit an.
-> Stundenrohr
Welle Achse, auf der ein Zahnrad sitzt, und sich in den beiden Lagern der Platinen dreht.
-> Räderwerk
Weltzeituhr Zeitmesser, der die Zonenzeiten der Erde an verschiedenen Orten anzeigt.
-> Zonenzeit
Wendekreise Nördlichster und südlichster Breitengrad (bei jeweils 23°27'), über dem die Sonne mittags jeweils zur Sonnenwende noch senkrecht im Zenit steht.
-> Sonnenwende
Werkgestell Ein Gestell oder Rahmen zur Befestigung und Lagerung des Uhrwerkes. Es besteht aus den Werkplatten (Platinen) und den Pfeilerndazwischen.
-> Platine
Werkplatte -> Platine
-> Werkgestell
Wiener Schlag -> Schlagfolgen
-> Schlagwerk

 

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X
 

 

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Y
 

 

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Z
 
Zeiger Ein meistens in der Mitte des Zifferblattes drehbar befestigter Stab, der auf die kreisförmig rundherum angeordneten Ziffern zeigt.
Seit dem 17. Jahrhundert werden zwei Zeiger auf einem Zifferblatt zum Standard. Davor waren Uhren mit nur einem Zeiger üblich.
Dem Stil der jeweiligen Zeit angepaßt gibt es die verschiedensten Formen vom einfachen geraden Stab bis zu komplizierten Formen wie Birnen-, Pfeil-, oder Kleeblattform. Sie werden auch nach dem Verwendungszeck eingeteilt: Stundenzeiger, Minutenzeiger, Sekundenzeiger, Zeiger für die Zentrumssekunde, Chronographenzeiger, Weckerzeiger u.a.m.
Zeigerkupplung Eine flache Feder zwischen Antrieb und Zeigerwerk eingesetzt, dient als Rutschkupplung damit die Uhrzeiger manuell gestellt werden können. Ohne diese Zeigerkupplung müßte, zur Verstellung der Zeiger, das ganze Räderwerk bis zur Hemmung mitgedreht werden.
Zeigerwerk Das Zeigerwerk dient zum Antrieb der Uhrzeiger. Das vom Gehwerk angetriebene Zeigerwerk, besteht normalerweise aus drei Rädern, dem Minutenrad, dem Wechselrad und dem Stundenrad. Gewöhnlich liegt die Übersetzung bei zwölf zu eins, bei astronomischen Uhren bei vierundzwanzig zu eins, bei machen Italienischen Uhren sechs zu eins. Bei späteren Uhren löst ein Rad des Zeigerwerks das Schlagwerk aus.
-> Stundenrad
-> Schlagwerksauslösung
Zeitregler -> Gangregler
Zentralsekunde Im Gegensatz zur Kleinen Sekunde, die Sekundenanzeige erfolgt dezentral auf dem Zifferblatt, in Zifferblattmitte angezeigte Sekunde.
Zifferblatt Meist runde Scheibe, oft aus Metall, bei Taschenuhren fast stets aus Email, die die Anzeigen der Stunden, der Viertelstunden und Minuten trägt, häufiger bei Taschenuhren auch die der Sekunden.
Eine Variante ist die halbkreisförmige Anzeige, die fast stets nur bei Taschenuhren verwandt wird. Auch waagrechte Ziffernbänder werden gelegentlich benutzt.

-> Geozentrisches Zifferblatt
Zifferblattstecher Künstler der Zifferblätter gravierte. Als Vorlage für die künstlerische Gestaltung dienten sogenannte Musterbücher. In diesen wurden die Entwürfe der damals in Grafik und Mode führenden Künstler gesammelt.
-> Zifferblatt
Ziffern Bei den frühen Eisenuhren wurden fast immer römische Ziffern für die Stundenanzeige verwendet. Manchmal werden diese mit arabische Ziffern für die Anzeige der Stunden von 13 - 24 kombiniert. Seit dem 17. Jahrhundert werden häufiger römische Ziffern für die Stunden und arabische für die Minuten gebraucht. Die Weckerstellscheibe besitzt fast immer arabische Ziffern.
-> Zifferblatt
Ziffernring Ringförmige Scheibe, meist aus Metall, mit Markierungen für die Stunden und Minuten, häufig auch der halben und Viertelstunden (etwa durch kleine Romben) und des Datums.
-> Zifferblatt
Zodiakus -> Tierkreis
Zonenzeit Vereinheitlichte und für größere Bereiche (Länder oder Landesteile) gültige Ortszeit, z.B. Mitteleuropäische Zeit (MEZ).
-> Mitteleuropäische Zeit (MEZ)
-> Ortszeit
Zonenzeituhr Uhren mit zwei oder mehr Zifferblättern, auf denen gleichzeitig die Zeit verschiedener Regionen angezeigt wird.
Zugfeder Im Federhaus eingelegte, spiralförmig aufgewickelte Metallfeder, die entweder durch Handaufzug oder automatischen Aufzug zugeführte Energie speichert.
Zugrepetition (auch Ruf-Repetition bzw. Repetition auf Anfrage)
Im Gegensatz zur (automatischen) Repetition erfolgt hier das Repetieren nur durch Zug oder durch Druck auf einen Tastknopf.

-> Repetition
-> Rufschlagwerk
Zwickel Ecken des viereckigen, auch bogenförmigen Zifferblattes. Meist mit Appliken verziert.
Zwiebel-Krone -> Krone
Zylinderhemmung Von Thomas Tompion (1639 - 1713) angefertigt, von Georg Graham (1673 - 1751) im Jahre 1720 verbesserte und rasch allgemein übernommene, ruhende Hemmung. Während die Unruh schwingt, ruht ein Zahn des Hemmungsrades auf dem Zylinder, dieser drückt dabei nicht gegen das Räderwerk. Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Zylinderhemmung in Taschen- und Armbanduhren üblich, die Ganggenauigkeit ließ jedoch zu wünschen übrig.
-> Hemmung